Cranberries wehren Blasenkeime ab
Blasenentzündungen sind lästig, schmerzhaft und kommen immer wieder. Vier von fünf daran Erkrankten sind Frauen. Sie sind von Natur aus benachteiligt, weil ihre kurze Harnröhre Bakterien den Aufstieg in die Blase einfach macht. Wer einmal eine solche Entzündung hatte, hat meist eine empfindliche Blase, die vor allem auf Kälte reagiert.
Doch man kann Blasenentzündun-gen mit einigen Vorsichtsmaßnahmen vorbeugen. Vermieden werden sollte das Sitzen auf kaltem Untergrund, ein allgemeines Auskühlen des Unterleibs, insbesondere auch der Füße. Deshalb auch im Sommer nach dem Baden immer raus aus den nassen Sachen. Nach dem Stuhlgang sollte darauf geachtet werden, dass von vorne nach hinten und nicht umgekehrt abgeputzt wird. Denn dadurch können Bakterien aus dem Darm in die Blase gelangen und zur Entzündung führen. Statt synthetischer Unterwäsche sollte Baumwolle getragen werden, weil das Synthetikmaterial ein optimales Klima für Bakterien schafft.
Wer anfällig für Blasenentzündungen ist, kann noch etwas weiteres versuchen: Wie Mediziner entdeckt haben, kann der Saft der amerikanischen Cranberry ein Anhaften der Keime in den Harnwegen verhindern. Schon rund 50 ml Saft täglich reichen aus, um einem Infekt vorzubeugen. Der Saft ist kein 100prozentiger Garant, dass keine Harnwegsentzündungen mehr auftreten, doch vermindert er die Anfälligkeit stark.
Die Cranberry ist eine Beere, die hauptsächlich in Nordamerika kultiviert wird und unserer Preiselbeere ähnelt. Die Cranberry gehört zur Gattung der Heidelbeeren und wurde schon von den Indianern als Heilmittel verwendet. Heutzutage nehmen die Amerikaner die roten festen Beeren hauptsächlich zum Kochen und Backen. Frische Cranberries gibt es zwischen Oktober und Dezember bei uns in großen Supermärkten zu kau-fen. Aber auch in Ihrer Apotheke können Sie ein Cranberry-Konzentrat zum Trinken, sowie Lutschtabletten oder Kapseln zum schlucken bekommen.






